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    Pollenallergie

    15. April 2019

     

    Vor knapp 100 Jahren litten etwa 1 % der Bevölkerung an Pollenallergie, heute sind es bis 20%, Tendenz steigend. Für viele Menschen beginnt mit den ersten warmen Tagen wieder eine Leidenszeit mit roten und tränenden Augen, einer triefenden Nase, Niesanfällen, Kratzen und Juckreiz im Hals oder sogar Atembeschwerden und einer besonders unangenehmen Müdigkeit. Begünstigend für eine hohe Pollenkonzentration in der Luft sind trockenes und windiges Wetter.

    Mit den ersten Pollen im Januar/Februar (Hasel) bis zu den Gräserpollen im Mai/Juni können Blütenpollen praktisch ein halbes Jahr lang allergische Reaktionen hervorrufen. Dies geschieht durch eine Überempfindlichkeit gegen Eiweisskomponenten von bestimmten Pollen. Eine solche Überempfindlichkeit ist meistens vererbt. Die Pollen rufen als Allergene durch Kontakt mit gewissen weissen Blutkörperchen eine Freisetzung des Stoffes Histamin hervor. Damit kommen dann über eine Art Kettenreaktion die typischen Allergiebeschwerden wie Schleimhautschwellung, vermehrte wässrige Schleimabsonderung, Juckreiz der Schleimhäute und Husten im Falle einer Beteiligung der Bronchien zustande.

    Wer sich in der Pollensaison vermehrt müde und matt fühlt oder meint eine Erkältung zu haben, könnte an einer Pollenallergie leiden. Eine solche kann jeden Menschen, vom Kleinkind bis zum alten Menschen zum erstenmal treffen. Die Diagnose einer Pollenallergie kann man mit Hauttesten stellen. Die Hautteste sind einfach durchzuführen, ungefährlich, günstig und ergeben bereits nach 15 Minuten ein Resultat. Solche Hautteste macht der Hausarzt oder der Hautspezialist. Das Allergen wird in einem kleinen Flüssigkeitstropfen auf die Haut gebracht. Dann wird die Haut leicht angeritzt und das Resultat ist nach ¼ Stunde sichtbar.

    Die Behandlung der Pollenallergie ist symptomatisch. Das heisst, dass mit Tropfen, Sprays, Tabletten oder Inhalationen die vorherrschenden Beschwerden behandelt werden. Eine Vorbeugung besteht in der Flucht vor den Pollen durch Aufenthalt im Haus bei starkem Pollenflug, Haare waschen am Abend und Schlafen bei geschlossenen Fenstern. Durch eine sogenannte Desensibilisierung werden die Pollen über eine gewisse Zeit in der Herbst-/Winterzeit unter die Haut gespritzt und der Körper lernt so, nicht mehr allergisch auf die Pollen zu reagieren. Am besten ist eine „massgeschneiderte“ Therapie für den einzelnen Allergiker, welche dieser mit seinem Hausarzt besprechen kann.

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            • Monika Ruepp verliess zu unserem Bedauern die Praxis Ende Mai, da sie neben der Allgemeinmedizin noch eine Facharztausbildung beginnt. weiterlesen